Die Haut der Augenlider ist
die dünnste Haut am menschlichen Körper und
wird daher auch als Erste faltig. Wenn wir miteinander
kommunizieren, schauen wir uns meist gegenseitig in
die Augen. Erschlaffte Augenlider lassen die Energie
des Menschen nicht zum Vorschein kommen; oft wird die
Leistungsfähigkeit und Lebensfreude aberkannt.
Eine Lidstraffung wird daher den Eindruck eines viel
frischeren Menschen vermitteln. Bei relativ geringem
Aufwand und seltenen Komplikationen hat dieser Eingriff
eine große Wirksamkeit und ist deshalb nicht nur
bei Frauen so beliebt. Die Operation kann an zwei Stellen
ansetzen:
Oberlidoperation:
Die Oberlider zeigen mit den Jahren meist einen deutlichen
Hautüberschuß, häufig als Schlupflider
bezeichnet. Die Oberlidkorrektur ist relativ einfach,
dauert pro Seite ca. 30 Minuten und wird in örtlicher
Betäubung mit oder ohne Dämmerschlaf durchgeführt.
Ein blutungshemmendes Mittel sorgt dafür, dass
blutarm operiert werden kann. Die Wunde wird mit einem
ganz dünnen Faden und einem Gewebekleber versorgt
und anschließend mit einem kleinen Pflaster zugeklebt.
Für die ersten Stunden sind kühlende Maßnahmen
ratsam und wegen der blauen Flecken ist eine Sonnenbrille
für ca. 8 Tage zu tragen. Das Pflaster wird nach
2 und die Fäden nach 5 Tagen entfernt.
Unterlidoperation:
Dieser Eingriff ist etwas diffiziler. Es darf nicht
zuviel Haut entfernt werden, der Schnitt - genau im
Lidstrichbereich 1 mm unterhalb der Wimpern - darf später
nicht mehr zu sehen sein und bei den Tränensäcken
müssen die Fettkörperchen sauber entfernt
werden. Darin steckt die Kunst des Operateurs. Die Nachbehandlung
ist mit der Oberlidkorrektur identisch. Beim Unterlid
kann der Heilungsverlauf etwas länger dauern (ca.
2-3 Wochen). Mit Camouflage können die blauen Flecken
abgedeckt werden. Gelegentlich sind abschwellende Medikamente,
Bepanthen-Augensalbe, etc. lt. ärztlicher Anordnung
nötig.
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