Der Muskelaufbau – Alles was Sie wissen müssen

Wer Muskeln aufbauen möchte, sollte nicht nur einfach trainieren gehen, sondern sich zunächst ein gewisses Hintergrundwissen aneignen, um den eigenen Körper besser verstehen zu können. Das wichtigste Merkmal für den Aufbau von Muskulatur ist die Zusammensetzung der einzelnen Muskelfasern. Grundsätzlich unterscheidet man die weißen (viel Kraft, schnelle Ermüdung) und roten Muskelfasern (weniger Kraft, langsame Ermüdung).

Zu den weißen Muskelfasern zählen beispielsweise die Beine, der Trizeps und die Brust, wohingegen den roten Muskelfasern der Bauch und die Nackenmuskulatur zugesprochen wird. Das Verhältnis dieser beiden Muskelfaserarten ist genetisch festgelegt, jedoch ist es auch möglich, dass sich durch Ausdauertraining weiße in rote Fasern umwandeln. Ein gutes Beispiel für rote Fasern ist der Bauch: Hier ist zwar nicht sehr viel Kraft auf einen Schlag vorhanden, jedoch ist die Muskulatur auch wieder schneller belastbar als z.B. die Brust. Der Körper ist beim Krafttraining sehr anpassungsfähig.

Wie entstehen Muskeln?

Wer ins Fitnessstudio geht und bis zur vollen Erschöpfung trainiert, sodass wirklich keine weitere Wiederholung mehr möglich ist, setzt seinem Körper ein Signal, woraufhin dieser merkt, dass ihm eine gewisse Kraft fehlt. Natürlich reagiert dieser dann auf den Kraftmangel und verstärkt somit die Muskulatur, was wiederum dazu führt, dass Muskelmasse aufgebaut wird. Demnach ist ein extremes Training mit einer entsprechenden körperlichen Anpassung verbunden.

Es ist sehr wichtig, dem richtigen Trainingsplan zu folgen und die Übungen richtig auszuführen, um ans gewünschte Ziel zu gelangen. Wer muskulöse Arme bekommen möchte, muss beispielsweise kein Rad fahren gehen. Für ein Training, das auf den Muskelaufbau abzielt, sind 5-8 Wiederholungen angemessen, jedoch muss die Muskulatur nach der letzten Wiederholung erschöpft sein. Um einen schnellen Muskelaufbau zu erzielen, muss demnach so lange wiederholt werden, bis keine Wiederholung mehr möglich ist.

Bodybuilding

Das Bodybuilding ist eine spezielle Art des Krafttrainings, das darauf abzielt, den Körper zu formen. Es müssen also nicht nur viele Muskeln aufgebaut, sondern ein möglichst ästhetisches Körperbild erreicht werden. Durch abgestimmte Trainingsmethoden zum Muskelaufbau und die Kontrolle der Ernährung, kann jeder seinen Körper umformen und modellieren. Es geht nicht darum, Kraft zu erzeugen, sondern lediglich die Muskelmasse zu definieren und die Muskulatur zu entwässern. Häufig kommt es im Bereich des Bodybuildings jedoch zu Dopingmissbrauch und dem verbotenen Einsatz von anabolen Steroiden.

Immer mehr Fitnessstudios setzen seit einiger Zeit auf die elektronische Muskelstimulation. Hierbei handelt es sich um eine unkonventionelle Methode, Muskulatur anzuregen und aufzubauen. Mittels elektrischer Impulse konnten bereits gewisse Erfolge erreicht werden. Insbesondere in Rehabilitationsbereichen findet diese Art des Muskelaufbaus des Öfteren ihre Anhänger, da die Belastung der Gelenke sehr gering ausfällt. Somit besteht nur ein geringes Risiko von Verletzungen.

Gefahren beim Aufbau von Muskeln

Wer eine trainierte Muskulatur vorweisen kann, kann nicht nur Verletzungen vorbeugen, sondern auch mehr Fett verbrennen. Zu Beginn begehen jedoch viele Menschen einige gravierende Fehler, da sie sich den Risiken nicht bewusst sind. Da die Muskulatur einige Mechanismen besitzt, um sich vor Überbelastung zu schützen, sind Verletzungen keine Seltenheit, jedoch heilt hier alles wieder relativ schnell ab. Im Falle einer Beschädigung von Bändern, Knochen oder Sehnen sieht das Ganze jedoch nicht mehr so einfach aus. Muskeln passen sich bereits nach ein paar Wochen an, jedoch müssen auch die Gelenke berücksichtigt werden, die keinesfalls schnell anpassungsfähig sind. Die Auswahl des richtigen Gewichtes ist somit sehr wichtig und ausschlaggebend für die Gesundheit und den späteren Trainingserfolg.